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Einbruch des Flugverkehrs

Flughafen fährt 320 Millionen Miese ein

Die Corona-Pandemie verursacht einen dreistelligen Millionenverlust. Die massiven Einnahmeverluste treffen alle Geschäftsfelder der FMG. Nach vorläufigen Berechnungen beläuft sich der Verlust für das Geschäftsjahr 2020 auf 320 Millionen Euro.

Die weltweite Corona-Pandemie mit ihren gravierenden Auswirkungen auf den Reiseverkehr führt beim Flughafen München - trotz sofort eingeleiteter Gegenmaßnahmen - im Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen zu einem dreistelligen Millionenverlust. Verzeichnete die Flughafen München GmbH (FMG) 2019 zusammen mit ihren Tochtergesellschaften konzernweit noch Umsatzerlöse von 1,6 Milliarden Euro, sank dieser Wert im vergangenen Jahr auf 580 Millionen Euro. Als Gesamtergebnis nach Steuern (EAT) wird die FMG nach den bisher vorliegenden Zahlen einen Verlust in Höhe von 320 Millionen Euro ausweisen müssen. Im Rekordjahr 2019 konnte der Flughafen noch 178 Millionen Euro Gewinn verbuchen.

Die Covid-19-Pandemie hat am Münchner Flughafen 2020 das niedrigste Verkehrsergebnis seit Eröffnung des Airports im Jahre 1992 verursacht. Aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen sank das Passagieraufkommen in München um rund 37 Millionen auf etwas mehr als elf Millionen und lag damit um knapp 77 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dabei wurden in den von der Pandemie noch nicht betroffenen Monaten Januar und Februar mit über sechs Millionen Passagieren mehr Fluggäste verzeichnet als in den darauffolgenden zehn Monaten. Die Anzahl der Starts und Landungen ging 2020 um mehr als 270.000 auf rund 147.000 zurück: Dies ist ein Minus von knapp 65 Prozent. Das Cargoaufkommen – dies beinhaltet den Luftfracht- und Luftpostumschlag – erreichte 2020 in München ein Volumen von rund 151.000 Tonnen und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert.